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Posts tagged ‘Pestizid’

Vor allem Nacktschnecken können im Garten zur Plage werden. Nach milden Wintern ziehen sie bereits spätestens Ende März los, weswegen dementsprechend früh auch Schutzmaßnahmen angezeigt sind.

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist können ausgehöhlte Grapefruitschalen wie Häuschen in die Beete gelegt werden. Schnecken kriechen tagsüber darunter und lassen sich aufsammeln. Den gleichen Effekt haben alte Bretter, Mulchdecken, große Blätter, Töpfe und Steine. Das Aufsammeln der nachtaktiven Tiere geht früh morgens und abends am besten. Ab Juni kann man um bestimmte Pflanzen oder Beete dünne Schichten aus trockenen Strohhäckseln, zerkleinerter Eierschale, trockenen Tannennadeln oder zerriebenem Lavendel auslegen, die wie eine Barriere wirken. Das muss immer wieder kontrolliert und nachgestreut werden. Ist das Material nass geworden wirkt es nicht mehr.

Schneckenzäune bieten einen dauerhaften Schutz. Die Kriechtiere haben kein Problem über scharfe Dinge wie Rasierklingen zu kommen, jedoch können sie nur schwer bis gar nicht Überstände überwinden, da ihr Gewicht sie nach unten zieht und sie herunterfallen.

Mit Bier gefüllte Tassen locken Schnecken mit ihrem Geruch an, sie fallen hinein und ertrinken dann.

Schnecken mögen den Geruch bestimmter Kräuter wie Thymian, Salbei, Ysop, Lavendel, Borretsch, Wermut oder Rainfarn nicht und Zweige davon im Mulch oder die Pflanze vertreibt sie.
Eine Jauche aus Adlerfarn unverdünnt auf dem Boden verteilt, vertreibt die Tiere. Für diese 10 Liter Wasser mit 1kg frischen oder 100g getrockneten Farnwedeln ansetzen. Die Verteilung sollte mindestens einmal wöchentlich erfolgen, vor allem im Frühjahr, wenn die Pflanzen noch klein und daher empfindlich gegen Fraß sind.

Es gibt einige tolle Mittel gegen Blattläuse die natürlich sind und sich auch leicht herstellen lassen. Blattläuse sind aber nicht immer bei der ersten Behandlung besiegt, deswegen sollten Sie alle Anwendungen auf jeden Fall mehrfach machen damit kein Ungeziefer aus ihrem Kräutergarten die Prozedur überlebt.

1. Rezept: Brennnesselauszug

Geben Sie in einen mit ca. 5 Liter Wasser gefüllten Kübel, einige Brennnessel hinein. Nun sollten Sie diesen Ansatz ca. 24 Stunden lang ziehen lassen, bis ein Sud entsteht. Danach seihen Sie die Brennnessel ab. Nun können Sie den so gewonnenen Sud gegen die Blattläuse sprühen.

Sie können sich dieses Kräuterextrakt auch im Fachhandel besorgen.

2. Rezept: Tabakwasser

Heben Sie Tabakreste von Zigaretten oder Zigarren auf. Füllen Sie einen kleinen Topf mit ca. 1 Liter Wasser auf und schmeißen Sie ca. 50 Gramm oder mehr vom Tabak in den Kübel. Nachdem Sie den Ansatz leicht aufkochen ließen, können Sie die restlichen Tabakreste mit einem Tuch abseihen.

Nun füllen Sie die Tabakseifenwasser Mischung in einen Sprühbehälter und besprühen die Unterseite Ihre Pflanzenblätter.
Machen Sie die Behandlung öfters in regelmäßigen Abständen, damit auch die Eier der Blattläuse nicht überleben.

Vermeidung der Blattläuse

* Spritzen Sie Ihre Pflanzen oft genug mit einem Wasserstrahl ab.
* Legen Sie ein paar Lavendelblüten in auf die Erdoberfläche der Pflanzen, Lavendel verjagt die Ungeziefer.
* Geben Sie Spülmittel in lauwarmes Wasser und tauchen Sie die Zimmerpflanzen kopfüber in die Mischung. Dabei fallen die Blattläuse einfach ab.
* Wenn man etwas Zigarettenasche auf der Erde der Pflanzen gibt gehen die Blattläuse nicht auf die Pflanzen.

Viel Glück beim Bekämpfen!