Leider, der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, nun heißt es leider auch bei den Gartenarbeiten schon wieder an den Herbst zu denken. Für den Hobbygärtner beginnt eine Zeit in der es viel zu tun gibt. Es ist Erntezeit. Kartoffeln, Obst, Beeren, Bohnen müssen nicht nur geerntet sondern auch verarbeitet oder richtig eingelagert werden. Und das ist lange noch nicht alles. Auch ist es jetzt wieder an der Zeit den Komposthaufen umzusetzen.
Erdbeerpflanzen sollten nun auch neue gepflanzt werden, damit in den nächsten zwei Jahren wieder mit einer guten Ernte zu rechnen ist.
Gedanken sollte sich der Hobbygärtner auch über eine Neugestaltung von Beeten oder Blumenrabatten machen. Es ist an der Zeit neue Rosenstöcke zu setzen und auch Blumenzwiebeln für eine blühende Pracht dann im Frühjahr in den Boden zu bekommen.
Für viele Staudenpflanzen ist das jetzt genau die richtige Zeit um geteilt zu werden und auch der optimale Zeitpunkt um eine Neubepflanzung mit Staudengewächsen vorzunehmen.
Erste Blätter können auch schon fallen, die zusammen geharkt werden wollen. Wohin damit? Natürlich ein Anfang für den neuen Komposthaufen. So können auch gleich Igel hier ihr Winterquartier finden. Rasen mähen steht auch noch an, damit ist es um diese Zeit jetzt noch nicht getan. Eine Herbstdüngung für den Rasen kann deshalb noch zwei oder drei Wochen warten.
Doch das Schönste für den Hobbygärtner ist es doch sicherlich, sich mit einem guten Schoppen Wein oder einem gut gekühltem Bier nach getaner Arbeit auf der Gartenbank zu setzen, und seinen Garten und das schöne Wetter noch so richtig zu genießen.
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Vor allem Nacktschnecken können im Garten zur Plage werden. Nach milden Wintern ziehen sie bereits spätestens Ende März los, weswegen dementsprechend früh auch Schutzmaßnahmen angezeigt sind.
Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist können ausgehöhlte Grapefruitschalen wie Häuschen in die Beete gelegt werden. Schnecken kriechen tagsüber darunter und lassen sich aufsammeln. Den gleichen Effekt haben alte Bretter, Mulchdecken, große Blätter, Töpfe und Steine. Das Aufsammeln der nachtaktiven Tiere geht früh morgens und abends am besten. Ab Juni kann man um bestimmte Pflanzen oder Beete dünne Schichten aus trockenen Strohhäckseln, zerkleinerter Eierschale, trockenen Tannennadeln oder zerriebenem Lavendel auslegen, die wie eine Barriere wirken. Das muss immer wieder kontrolliert und nachgestreut werden. Ist das Material nass geworden wirkt es nicht mehr.
Schneckenzäune bieten einen dauerhaften Schutz. Die Kriechtiere haben kein Problem über scharfe Dinge wie Rasierklingen zu kommen, jedoch können sie nur schwer bis gar nicht Überstände überwinden, da ihr Gewicht sie nach unten zieht und sie herunterfallen.
Mit Bier gefüllte Tassen locken Schnecken mit ihrem Geruch an, sie fallen hinein und ertrinken dann.
Schnecken mögen den Geruch bestimmter Kräuter wie Thymian, Salbei, Ysop, Lavendel, Borretsch, Wermut oder Rainfarn nicht und Zweige davon im Mulch oder die Pflanze vertreibt sie.
Eine Jauche aus Adlerfarn unverdünnt auf dem Boden verteilt, vertreibt die Tiere. Für diese 10 Liter Wasser mit 1kg frischen oder 100g getrockneten Farnwedeln ansetzen. Die Verteilung sollte mindestens einmal wöchentlich erfolgen, vor allem im Frühjahr, wenn die Pflanzen noch klein und daher empfindlich gegen Fraß sind.
Es gibt einige tolle Mittel gegen Blattläuse die natürlich sind und sich auch leicht herstellen lassen. Blattläuse sind aber nicht immer bei der ersten Behandlung besiegt, deswegen sollten Sie alle Anwendungen auf jeden Fall mehrfach machen damit kein Ungeziefer aus ihrem Kräutergarten die Prozedur überlebt.
1. Rezept: Brennnesselauszug
Geben Sie in einen mit ca. 5 Liter Wasser gefüllten Kübel, einige Brennnessel hinein. Nun sollten Sie diesen Ansatz ca. 24 Stunden lang ziehen lassen, bis ein Sud entsteht. Danach seihen Sie die Brennnessel ab. Nun können Sie den so gewonnenen Sud gegen die Blattläuse sprühen.
Sie können sich dieses Kräuterextrakt auch im Fachhandel besorgen.
2. Rezept: Tabakwasser
Heben Sie Tabakreste von Zigaretten oder Zigarren auf. Füllen Sie einen kleinen Topf mit ca. 1 Liter Wasser auf und schmeißen Sie ca. 50 Gramm oder mehr vom Tabak in den Kübel. Nachdem Sie den Ansatz leicht aufkochen ließen, können Sie die restlichen Tabakreste mit einem Tuch abseihen.
Nun füllen Sie die Tabakseifenwasser Mischung in einen Sprühbehälter und besprühen die Unterseite Ihre Pflanzenblätter.
Machen Sie die Behandlung öfters in regelmäßigen Abständen, damit auch die Eier der Blattläuse nicht überleben.
Vermeidung der Blattläuse
* Spritzen Sie Ihre Pflanzen oft genug mit einem Wasserstrahl ab.
* Legen Sie ein paar Lavendelblüten in auf die Erdoberfläche der Pflanzen, Lavendel verjagt die Ungeziefer.
* Geben Sie Spülmittel in lauwarmes Wasser und tauchen Sie die Zimmerpflanzen kopfüber in die Mischung. Dabei fallen die Blattläuse einfach ab.
* Wenn man etwas Zigarettenasche auf der Erde der Pflanzen gibt gehen die Blattläuse nicht auf die Pflanzen.
Viel Glück beim Bekämpfen!
Duftender Kräutergarten
Herrlich wie das duftet!
Ein Schritt in einen sommerlichen Kräutergarten kann traumhaft schön sein. Zahlreiche Düfte verschiedenster Kräuter verzaubern die Seele. Überall hängt der süße, säuerliche und natürliche Geruch von Pflanzen in der Luft. Dieses Gefühl von Freude, von Leben und Lebenslust macht nicht nur den Gartenfreund glücklich. Besonders beliebt zeigen sich solche erholsame Kräutergarten gerade auch bei Menschen aus der Stadt. Durch die verschiedenen Düfte der positiv wirkenden Kräutern kann man Seele und Körper super entspannen. Es ist bewiesen: Ein duftender Kräutergarten wirkt beruhigend und ist somit eine erholsame “Ablenkung” aus dem Alltag. Wer sich selbst einen duftenden Kräutergarten anlegen will braucht natürlich ein bisschen Wissen, um den perfekt riechenden Garten hinter dem Haus zu haben. Damit das Anlegen aber um ein vielfaches erleichtert wird, werden hier mal ein paar wohlriechende Kräuter beschrieben:
- Thymian: duftet nach herber Frische, riecht nach natürlichen Gewässern
- Rosmarin: riecht fantastisch nach Urlaub am Strand
- Minze: frisches Blau, triumphiert in jedem Kräutergarten, tropischer Duft
- Fenchel: vergleichsweise bitterer Duft, aber keinesfalls übelrichend
- Anis: starker Duft; vergleichbar mit dem Duft von Fenchel
- Kresse: reizender Duft von anregender Frische, säuerlicher Duft
- Zitronengras: einzigartiger Geruch nach milder Zitrone
- Salbei: weich riechender, sanfter Geruch nach Gräsern
- Goldlack: süßer Geruch nach Honig im Kontrast mit einem feinem Geruch nach etwas Bitterem
- Flieder: lockt nicht nur Bienen an, der ebenfalls herrliche Duft, überzeugt auch den Menschen
Das Motto für den Kräutergarten: Umso mehr Kräuter, desto mehr Duft! Eine Kräutersorte reicht nicht, lieber viele Sorten anpflanzen und dafür von jeder Sorte etwas weniger Pflanzen! Zu einem richtigen Kräutergarten empfehlen sich auch ein paar Büsche und Sträucher, die ringsherum um den Kräutergarten gepflanzt werden. Ein Kräutergarten ist ein Garten der Sinne: Die Liebe liegt in der Pflanze!
Die schönsten Winterpflanzen
Zu den schönsten Winterpflanzen zählen unter anderem der Weihnachtsstern oder der Weihnachtskaktus für den Innenbereich und das kleine unscheinbare Silberblatt, die Erika oder der Winterjasmin für den Außenbereich.
Das Silberblatt, das auch als Bodendeckerpflanze geeignet ist, hat mit seinem grausilbernen Schimmer ein bisschen etwas vom Winter, der mit seinem Raureif das Land überzieht. Die Blätter sind ähnlich wie bei einem Eichblatt gefächert.
Auch die Winterheide mit ihren verschieden farbigen Knospen sieht im Winter sehr schön aus. Ein klein bisschen bringen sie die Sonne des Sommers mit herüber in den Winter. Dank verschiedenster Züchtungen gibt es mittlerweile viele Pflanzen, die auch den Winter in nördlicheren Gefilden überstehen.
Besonders hübsch anzuschauen ist auch der Winterjasmin, der in der Zeit von Dezember bis April mit seinen kleinen gelben Blüten Farbe in den weißen Winter bringt.
Auch die immergrünen Pflanzen wie zum Beispiel Efeu, Buchsbaum oder Latschenkiefer bieten im Winter noch viel Freude an Pflanzen. Häufig werden diese Pflanzen in Pflanzkübeln mit den im Winter blühenden Pflanzen kombiniert. Egal ob auf dem Balkon oder im Garten auf der Terrasse spenden die Pflanzen dann viel Freude.
Dank guter Zuchterfolge gibt es auch einige der Sommer- und Herbstpflanzen wie Astern und ähnlichen, die bis in den Winter hinein Ihre Blüten präsentieren. So macht das Gärtnern auch im Winter noch Spaß.

