Wer zum ersten Mal in seinem Garten Pflanzen anbauen möchte, steht vor einer großen Herausforderung. Gerade Gemüse- und Obstpflanzen benötigen eine besondere Pflege und sind schwieriger anzubauen als Blumen oder Kräuter. Sicher ist es ein Einfaches, schon fertig gezüchtete Gemüsepflanzen wie Tomaten, Paprika und Erdbeeren zu kaufen.
Die ersten Früchte sind in der Regel schon beim Kauf fast vollständig gereift, sodass ein Ertrag garantiert ist. Anders sieht es aus, wenn man aus Samen eine Pflanze züchten möchte, und über wenig Erfahrung verfügt. Wenn man plant, verschiedene Gemüsesorten anzubauen, muss man für jede Sorte den richtigen Platz im Garten finden. Je nach Bedarf muss ein sonniges, ein schattiges oder ein halbschattiges Beet gefunden werden. Die Beschaffenheit und Qualität der Erde ist natürlich auch wichtig.

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Die meisten Pflanzen lassen sich problemlos überwintern. Wichtig hierbei ist eine gute Vorbereitung; es ist darauf zu achten, dass verschiedene Pflanzen verschiedene Bedürfnisse haben. Beispielsweise bereitet man die Pflanzen vor, indem man das Düngen im Herbst langsam einstellt.
Recht unempfindliche Kübelpflanzen, beispielsweise Bambus, Koniferen oder Buchsbaum, können im Garten überwintern. Frostempfindlich sind hier größtenteils die Wurzeln, die man schützt, indem man das Pflanzgefäß auf Styroporplatten stellt, um die Kälte von unten einzudämmen. Dann umwickelt man die Kübel mit wärmenden Stoffen wie Luftpolsterfolie, Leinenstoffen oder ähnlichem. Man kann auch den Pflanzkübel in einen größeren stellen und den Hohlraum zwischen den Töpfen mit Rindenmulch füllen. Eng aneinandergerückt und dicht an einer Hauswand platziert, können die Pflanzen in Ruhe überwintern. Frostempfindlichere Pflanzen sollen in einem frostfreien Raum, wie zum Beispiel dem Keller, bei etwa 3 bis 10 °C überwintern.
Laubpflanzen wie Bouganvillea, Fuchsien, Geranien oder Begonien überwintern am besten, indem man sie im Herbst kräftig zurückschneidet. Hierbei werden alle Blüten, Knospen und Blätter entfernt. Diese Pflanzen lagert man am besten im Keller, oder, wenn diese frostfrei ist, auch in der Garage.
Immergrüne Pflanzen wie Oleander, Lorbeer, Citrusbäumchen etc. sind in hellen, frostfreien Räumen zu überwintern. Hierfür eignen sich kühlere Räume wie Treppenhaus oder Schlafzimmer. Es ist darauf zu achten, dass überwinternde Pflanzen nur sparsam gegossen werden sollen, allerdings darf die Erde auch nicht komplett austrocknen. Eine gute Durchlüftung soll auf jeden Fall vorherrschen.
Gemüsesorten die noch im Spätsommer im Garten angepflanzt werden können, sind u.a. Kohlrabi, Radieschen, Chinakohl, Brokkoli und Grünkohl.
Kohlrabi ist bis Mitte August anzupflanzen, damit er ab Oktober geerntet werden kann. Bei einer schnellwachsenden Sorte sollten die Pflanzen mit einer Folie bedeckt und auf genügend Abstand, von etwa 30 cm, geachtet werden. Die Knollen sind sehr empfindlich und müssen regelmässig gegossen werden, da sie sonst aufplatzen können.
Radieschen werden bis Mitte August, besondere Sorten noch bis Mitte September ausgesät. Der Boden darf auf keinen Fall austrocknen und muss regelmässig gegossen werden. Die Erntezeit ist jeweils 4-5 Wochen nach der Aussaat. Radieschen eignen sich hervorragend für den Balkonanbau.
Chinakohl wird als Saat von Mitte Juli bis August und als Pflanzung bis Ende August in den Gemüsegarten gebracht. Die Aussaat kann ab Anfang November und die Pflanzung ab Oktober geerntet werden. Es sollte auf genügenden Abstand der einzelnen Pflanzen geachtet werden, etwa 30-40 cm.
Brokkoli entwickelt schnell Blätter, die als Salatbeigabe geeignet sind und bis zum Winterbeginn gepflückt werden können, hierfür sollte der Brokkoli bis Ende August gepflanzt sein. Ab März kann der gesamte Brokkoli geerntet werden. Auch hier ist bei der Pflanzung auf genügend Abstand zu achten, etwa 30-40 cm.
Grünkohl wird ab Mitte Mai ausgesät und bis Ende Juni, bei idealen Bedingungen bis Ende August, gepflanzt. Der Boden sollte regelmässig aufgelockert und gewässert werden. Kälte fügt ihm keinen Schaden zu, jedoch Temperaturschwankungen. Mit aufgehäufter Erde oder gehäckselter Baumrinde kann man die Pflanzen schützen. Wenn kein starker Frost eintritt kann der Grünkohl den gesamten Winter über geerntet werden. In Gegenden mit strengen Wintern empfiehlt es sich dies bis Anfang Dezember zu tun.
Vor allem Nacktschnecken können im Garten zur Plage werden. Nach milden Wintern ziehen sie bereits spätestens Ende März los, weswegen dementsprechend früh auch Schutzmaßnahmen angezeigt sind.
Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist können ausgehöhlte Grapefruitschalen wie Häuschen in die Beete gelegt werden. Schnecken kriechen tagsüber darunter und lassen sich aufsammeln. Den gleichen Effekt haben alte Bretter, Mulchdecken, große Blätter, Töpfe und Steine. Das Aufsammeln der nachtaktiven Tiere geht früh morgens und abends am besten. Ab Juni kann man um bestimmte Pflanzen oder Beete dünne Schichten aus trockenen Strohhäckseln, zerkleinerter Eierschale, trockenen Tannennadeln oder zerriebenem Lavendel auslegen, die wie eine Barriere wirken. Das muss immer wieder kontrolliert und nachgestreut werden. Ist das Material nass geworden wirkt es nicht mehr.
Schneckenzäune bieten einen dauerhaften Schutz. Die Kriechtiere haben kein Problem über scharfe Dinge wie Rasierklingen zu kommen, jedoch können sie nur schwer bis gar nicht Überstände überwinden, da ihr Gewicht sie nach unten zieht und sie herunterfallen.
Mit Bier gefüllte Tassen locken Schnecken mit ihrem Geruch an, sie fallen hinein und ertrinken dann.
Schnecken mögen den Geruch bestimmter Kräuter wie Thymian, Salbei, Ysop, Lavendel, Borretsch, Wermut oder Rainfarn nicht und Zweige davon im Mulch oder die Pflanze vertreibt sie.
Eine Jauche aus Adlerfarn unverdünnt auf dem Boden verteilt, vertreibt die Tiere. Für diese 10 Liter Wasser mit 1kg frischen oder 100g getrockneten Farnwedeln ansetzen. Die Verteilung sollte mindestens einmal wöchentlich erfolgen, vor allem im Frühjahr, wenn die Pflanzen noch klein und daher empfindlich gegen Fraß sind.
Zu den schönsten Winterpflanzen zählen unter anderem der Weihnachtsstern oder der Weihnachtskaktus für den Innenbereich und das kleine unscheinbare Silberblatt, die Erika oder der Winterjasmin für den Außenbereich.
Das Silberblatt, das auch als Bodendeckerpflanze geeignet ist, hat mit seinem grausilbernen Schimmer ein bisschen etwas vom Winter, der mit seinem Raureif das Land überzieht. Die Blätter sind ähnlich wie bei einem Eichblatt gefächert.
Auch die Winterheide mit ihren verschieden farbigen Knospen sieht im Winter sehr schön aus. Ein klein bisschen bringen sie die Sonne des Sommers mit herüber in den Winter. Dank verschiedenster Züchtungen gibt es mittlerweile viele Pflanzen, die auch den Winter in nördlicheren Gefilden überstehen.
Besonders hübsch anzuschauen ist auch der Winterjasmin, der in der Zeit von Dezember bis April mit seinen kleinen gelben Blüten Farbe in den weißen Winter bringt.
Auch die immergrünen Pflanzen wie zum Beispiel Efeu, Buchsbaum oder Latschenkiefer bieten im Winter noch viel Freude an Pflanzen. Häufig werden diese Pflanzen in Pflanzkübeln mit den im Winter blühenden Pflanzen kombiniert. Egal ob auf dem Balkon oder im Garten auf der Terrasse spenden die Pflanzen dann viel Freude.
Dank guter Zuchterfolge gibt es auch einige der Sommer- und Herbstpflanzen wie Astern und ähnlichen, die bis in den Winter hinein Ihre Blüten präsentieren. So macht das Gärtnern auch im Winter noch Spaß.